Die
alte schwangauische Burg "Schwanstein", die beim Abgang der Edlen von
Schwangau bereits zerfallen und nicht mehr bewohnbar war, wurde von dem
Augsburger Patrizier und kaiserlichen Rat Johann von Paumgartner zu Paumgarten
im Jahre 1535 gekauft und in den Jahren 1538-1547 ganz neu aufgebaut. Er gab ihr
erstmals den Namen "Hohenschwangau".
Fast
genau 300 Jahre später war der Paumgartenbau wieder Ruine. Der Bayerische
Kronprinz Max, der Sohn König Ludwig I., kam im Jahre 1829 anlässlich einer
"Geschichtsreise" mit seinem Lehrer in die Füssener Gegend und erwarb
dieses zerfallene Gebäude. Er leiß es nach vorhandenen alten Plänen durch den
aus der Gegend des Comersees stammenden aber längst in München eingebürgerten
Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio neu aufbauen. Die ganze Anlage
lebt im Geist der Romantik. Bezeichnungen wie Schwanrittersaal, Welfenzimmer und
Hohenstaufenzimmer sind Zeichen einer lebendigen Verbundenheit mit Sage und
Geschichte.
Unmittelbar
an den Schlosshof, dessen schönster Schmuck der Marienbrunnen ist, schließt
sich der Schlossgarten an, der von einer zinnenbewehrten Außenmauer umfriedet
wird. Mitten in einem Bluemenrondell steht ein Becken mit dem wasserspeienden
Schwan.